Nachlese Jahresempfang: Spielend verändern
Denken Sie mit Ihren Händen. Wie genau soll das gehen? Beim diesjährigen Jahresempfang des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft (BVMW) am 26. Februar 2020 in der Bielefelder Hechelei kamen Politik, Unternehmer und Führungskräfte zusammen.
Die Teilnehmer widmeten sich dem Thema „Gamification – Spielend verändern“ und wie spielerische Ansätze Unternehmen nachhaltig stärken können.
Eröffnet wurde der Abend von Judith Pirscher, der neuen Regierungspräsidentin des Bezirks Detmold. Sie nahm sich Zeit, die komplette Veranstaltung zu begleiten.
Beate Leibnitz, Leiterin des BVMW-Kreisverbands OWL Nord, stellte danach rund 100 Unternehmerinnen und Unternehmern die aktuelle BVMW‑Umfrage zur Stimmung im Mittelstand vor.
Ergebnisse der Umfrage
Besonders aufschlussreich war die Frage:
„Finden Sie für alle offenen Posten geeignete Arbeitskräfte?“
- 49,3 % antworteten: manchmal ja, manchmal nein
- 41,8 % antworteten: nein, geeignete Arbeitskräfte sind knapp
Darüber hinaus zeigten die Ergebnisse, dass 40,49 % der Unternehmen in den letzten zwei Jahren bereits Aufträge ablehnen mussten, weil passende Mitarbeitende fehlten oder das Team voll ausgelastet war.
Mit einem Einstein-Zitat – „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, wie sie entstanden sind“ – leitete Leibnitz schließlich zum Hauptthema des Abends über.
Drei Impulse zum Thema Gamification
Anschließend startete der thematische Teil mit drei Referenten:
Rebecca Soetebier, Nico Lüdemann und Inga Knoche.
1. Positive Einstellung und individuelle Bedürfnisse
Rebecca Soetebier begann und sprach darüber, wie wichtig eine positive Haltung ist. Außerdem zeigte sie, wie unterschiedlich die Bedürfnisse jedes einzelnen Menschen sind und warum diese Unterschiede im Arbeitsalltag berücksichtigt werden sollten.
2. Gamification im Alltag
Danach übernahm Nico Lüdemann, geschäftsführender Gesellschafter der bluecue consulting GmbH & Co. KG.
Er zeigte zunächst, dass Gamification bereits überall vorkommt – etwa durch „musizierende Mülleimer“, die Menschen spielerisch zum Müllentsorgen motivieren.
Zusätzlich erklärte er, dass spielerische Methoden eine wertvolle Ergänzung zu klassischen Meetings sind, weil sie Kreativität fördern und jeden motivieren können, Veränderungen aktiv mitzugestalten.
Gemeinsames Bauen mit Lego
In der Pause durften die Teilnehmer selbst aktiv werden:
Jede Gruppe baute mit viel Spaß ihr eigenes kleines Lego‑Gebäude. Anschließend stellten drei Gäste ihre Bauwerke auf der Bühne vor, moderiert von Inga Knoche. Die drei Präsentierenden erhielten kleine Preise – und großen Applaus.
Zum Abschluss betonte Knoche, dass alle Anwesenden gewonnen haben: nämlich die Erfahrung, wie stark ein spielerischer Ansatz wirken kann und wie gut er sich in den Unternehmensalltag einbauen lässt.
Austausch und Fazit des Abends
Beim späteren Networking zeigte sich deutlich:
Es geht nicht darum, ob Gamification in der eigenen Organisation sinnvoll ist – sondern womit man beginnen kann, um diese Formate zu nutzen.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Referenten viele interessante Impulse zu den Themen Mitarbeiter finden, Mitarbeiter binden und Kommunikation verbessern gegeben haben. Außerdem wurde deutlich, dass Gamification ein wertvolles Werkzeug für moderne Unternehmensentwicklung ist und weiter vertieft werden sollte.






